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Three Days of New York - Chapter 1

Die fahle Deckenbeleuchtung hüllte den Raum in ein dunkles grün-blaues Neonlicht wie es sonst nur bei Kühlkammern oder Lagerhäusern verwendet wird. Vielleicht hatte es auch in diesem Moment auch diese Funktion. Sein Opfer war mit dem grauen Panzertape aus dem Baumarkt an den alten Holzschemel gefesselt der sich einst Stuhl nannte. Wie ein Teil des Mobiliars stand Frank in der Ecke des Raumes. Sein Anzug der heute Morgen noch Anmut und Anstand ausstrahlte war nur noch ein verdreckter und stinkender Aufzug  der einem Fremden Angst einjagen konnte. An seinem rechten Handgelenk blitzte eine silberne Rolex auf. Viertel vor zwölf, Nachts, in irgendeinem Keller in irgendeinem Stadtteil New Yorks. Ruhig umgriff seine Hand eine dunkle, frisch geladene 9mm Pistole, bereit zum feuern. Sein Opfer war ein großgewachsener Mann mit dunklen Haaren. An seiner Schläfe klaffte eine große Platzwunde und ließ ein schmales Rinnsal Blut über seine Wange auf sein nicht mehr so sauberes Hemd tropfen. Er hatte ihn endlich erwischt. So lange hat er ihn verfolgt, und jetzt hatte er ihn endlich erwischt. Insgeheim fragte sich Frank ob es sich gelohnt hatte so viel aufs Spiel zu setzten. Aber es war nun einmal so, und die Dinge ließen nicht ändern. Der Mann auf dem Stuhl nannte sich Jojachin. Vor einem Jahr verhängte die New Yorker Polizei eine Großfahndung nach ihm. Viele dachten er wäre ein Terrorist, ein Araber. Verdammte Kriegsparanoia. Aber Frank wusste es besser. Laut Akte fing alles mit kleinen Überfällen auf verschiedene Banken an. Diebstahlwert: 250 000 Dollar. Er war jedes Mal so schnell dass die Polizei ihn nicht zu fassen bekam. Irgendwann wurde es ernst. Er begann Menschen umzubringen. Am Anfang wahllos, doch dann entwickelte er ein System. Sein erstes einflussreiches Opfer war der stellvertretende Polizeipräsident der New Yorker Polizei, dann der Bürgermeister, dann der Boss eines mächtigen Softwareunternehmens. Seine Opfer wurden immer einflussreicher. Die Spuren ließen sich jedoch sehr schnell zu ihm zurückverfolgen. Jedes Oper hatte drei eingebrannte Punkte im Gesicht. Wie durch ein Brenneisen oder ein Stab aufgedrückt sind genau wie der Täter sie auf seinem Handrücken trug. Kurz danach hat das FBI und der CIA die ganze Sache vertuscht und zu einer Angelegenheit des Geheimdienstes gemacht. Jojachins letztes Opfer war eine junge Polizistin die inoffiziell die einzige Verbindungsperson zwischen der Exekutive und der Judikative New Yorks galt. Sie war die einzige Frau die alles und jeden kannte, auch ihren Verlobten Frank. Als Frank sie fand war sie bereits Tod. Auch sie hatte drei eingebrannte Punkte im Gesicht. Frank schließt die Augen und sieht das Szenario vor sich als wäre es gestern gewesen. Der Geruch des verbrannten Fleisches. Die weit aufgerissenen, leeren Augen. Der verzerrte Mund. Bis zu seinem Tod wird er dieses Bild nicht vergessen. Plötzlich lief ihm ein kalter Schauer über den Rücken. Augen beobachteten ihn. Er war erwacht. Frank zitterte. Die leuchtenden blauen Augen seines Gegenübers glitzerten in dem dumpfen Neonlicht noch viel heller als sie wirklich waren. Die Blicke trafen sich und die Stille schien von dem unhörbaren Kampf der beiden Kontrahenten zu zerbersten. Ein unendlicher Moment verging. Nur das leise Röhren der Wasserleitungen und Heizungsrohre trommelte aus den Wänden. Drei Tage. Drei Tagelang hatte Frank ihn verfolgt. Vor drei Tagen hatte er einen Tipp von einem Börsenmakler an der Wallstreet bekommen wo er zu finden war. Es war ein dünner schlaksiger Mann, in altem Anzug und lichtem Haar, er zitterte mit seiner linken Hand so stark wie ein Bankangestellter auf Speed. Keine vierundzwanzig Stunden später war sich Frank sicher dass er auf der richtigen Spur war. Als er von seiner kleinen Wohnung in der Bronx in seinen alten Ford Cabrio einstieg und das Radio einschaltete wurden gerade die stündlichen Nachrichten gesendet. Der Börsenmakler wurde vor ein paar Stunden tot im Hudsonriver gefunden. Drei Brandmale. Franks Magen verklumpte zu einem Stein. Dieses Opfer fiel vollkommen aus der Reihe. Eine unweigerliche Tatsache breitete sich in seinen Gedanken aus wie ein rasches, tödlichdes Gift. Jojachin wusste dass er verfolgt wurde, und er wusste auch von wem.

 

S. Dumkow - 27.04.11



27.4.11 08:52, kommentieren

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Channel Release

Finally Sorensen Production goes online http://www.youtube.com/user/SorensenProd?feature=mhum

21.4.11 12:31, kommentieren

Blogeröffnung

Der erste Eintrag eines Blogs erzählt meist im Vorfeld alles was hier stattfinden soll. Es wird eine art abstruser Spiegel der von allem benutzt wird um zu sehen was so läuft, oder was ab geht, oder wie man sonst auch immer dazu sagen möchte.

 

Im laufe der nächsten Monate werde ich hier zahlreiche Geschichten, Filme, Bilder, posten. Kleinigkeiten die mit der Zeit produziert werden. Ich bin offen alle Kritik, Anregungen, Idee, oder einfach auch alles wozu ihr Lust habt zu schreiben.

Gez.

 

Sorensen

 

2 Kommentare 11.4.11 21:53, kommentieren